Hilfe, die Lohas kommen! PDF Print E-mail
14.03.2012
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lohasAlexander Neubacher schreibt beim Spiegel: "Müll sortieren, Biosprit tanken, Vegetarier werden - übertreiben es die Deutschen mit ihrem Ökofimmel? Aber sicher! Vor allem die Spezies der scheinbar modernen, naturbewussten Städter schadet der Umwelt mehr, als ihr lieb sein dürfte."

 

Zum Artikel beim Spiegel

 

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Comments  

 
# Hoffhaus 2012-03-19 11:19
Was soll der Sarkasmus gegenüber denen, die versuchen, in ihrem Alltag etwas in Richtung mehr Nachhaltigkeit zu leben? Die Botschaft, die der Artikel/das Buch sendet: Leute, lasst doch euer Engagement, kümmert euch nicht weiter um Ressourcenknappheit, Armut, Umweltzerstörung etc. Ihr seit nicht besser als wir. Wir haben auch kene Lust, was zu verändern, die Welt geht ja sowieso unter. Ich vermisse ein klares Plädoyer für Eigenverantwortung eines jeden einzelnen. Anstatt auf die LOHAS zu schimpfen (weil sie nicht wie die Hartz IV Rentnerin leben wollen/müssen) schlage ich vor, dass Leser wie Autorn mal kritich hinterfragen, was sie denn tun, um die Welt ein Stück besser zu machen - ganz frei von sozialen Millieustudien? Mich langweilen solche Artikel, Bücher, die zu nichts führen als Polemik. Und soviel sei noch gesagt. Allein die Tatsache, dass in Berlin so viel Bio gegessen wird, führt dazu das xy Tonnen Pestizide, Genfood etc. weniger angebaut werden, die Böden gesund bleiben, Tiere länger und glücklicher leben dürfen, dass weniger Menschen Allegien bekommen, weniger Fett ansetzen, damit gesünder bleiben, weniger Krankenkosten verursachen, positiver (vielleicht) durch das Leben gehen, netter im Umgang sind, weil sie sich Gedanken machen ....die Liste läßt sich ewig weiterführen. Ist das nichts? Biosprit, der CO2-neutral ist + mit dem auch der reisewillige LOHAS in den Urlaub fliegen kann, den gibt es nocht nicht. Aber je mehr LOHAS es werden, desto eher wird die Indsutrie Alternativen suchen Ist das nichts?
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# Mark Wasserfeld 2012-03-21 12:04
Ich lese aus dem Artikel, kurz gefasst und vereinfacht, Folgendes:

Reiche Menschen verringern ihren ökologischen Fußabdruck, indem sie umweltbewusst einkaufen. Der Fußabdruck ist aber immer noch größer als bei einer armen Rentnerin.

Ist das jetzt ein Problem der typischerweise wohlhabenden Hauptstädter? Wird die Rentnerin ins Bionade-Biedermeier gepresst? Nein. Soll sie so wohlhabend werden, dass sie sich handgemachte und unter möglichst weitgehender Schließung der Stoffkreisläufe, dh Internalisierung externer Kosten produzierte Produkte leisten kann? Anscheinend auch nicht. Sollen die wohlhabenden Menschen statt wohlschmeckender, wohlriechender, gut aussehender und mit möglichst wenig Kollateralschäden produzierter Produkte Anderes kaufen? Oder weniger (Suffizienz-Debatte)? Anscheinend auch nicht.

Allenfalls gefordert wird Verzicht aufs demonstrativ und unberechtigt allzu gute Umweltgewissen. Naja: Zänkereien unter Hauptstadtgrüppchen um marginale Distinktionsgewinne: Coole Journalisten vs uncooles Bionade-Biedermeier. Geschenkt.

Technologien, die in Deutschland entwickelt wurden und von deutschen Weltmarktführern verkauft werden (zB Wassersparen), weil sie von der Mehrheit der Weltbevölkerung (signifikante Teile davon sogar im EU-Binnenmarkt) zum Überleben und zur Konfliktminderung gebraucht werden, werden aus Gründen der Skaleneffekte auch in Deutschland verkauft (mit dem entsprechenden Marketing - spart Wasser etc.). Sie treffen hier auf eine veraltete, noch überdimensionierte Infrastruktur, die mittelfristig bei ihrer ohnehin demnächst fälligen Erneuerung geldsparend kleiner werden sollte. In der Zwischenzeit muss zeitweise mehr Wasser in die Kanalisation. Das geschieht u.a., indem die Bürgersteige und Straßen nun an trockenen Tagen mit Wasser gespült und gereinigt werden.
Wo ist das Problem? Brauchen wir eine Bundesmindestwasserverbrauchsverordnung?

Gruß,
W.
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