Oekologimus.de über unzureichende Klimarechenmodelle PDF Print E-mail
posted by ökowatch   
25.08.2010
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Hans G. Bronik thematisiert auf dem Internetportal Oekologismus die mangelnde Zuverlässigkeit von Klimarechenmodellen:

 

Kritik an den unzureichenden Ergebnissen der Klimarechenmodelle hat eine lange Tradition.  Der Hauptkritikpunkt (und das ist ein unbehebbarer Mangel) ist, dass die Ergebnisse nicht validiert werden können (also gegen die Realität getestet, wie das z.B. bei Crash-Modellen oder thermischen Anlagensimulationen der Fall ist). Man müsste hierzu zuerst mit dem Computermodell die Berechnungen anstellen, und diese dann anhand von Modellsystemen verifizieren. Da es nur eine Erde gibt, ist es praktisch unmöglich, diese Modelle zu validieren. Daher haben die damit errechneten Szenarien keinerlei Aussagekraft hinsichtlich einer zukünftigen Entwicklung des Weltwetters in den nächsten 50-100 Jahren.

 

zum vollständigen Artikel auf „oekologismus.de“

 

Comments  

 
# kikri 2010-08-25 23:28
Um heutige Vorhersagen aus Klimamodellen zu validieren müsste man 30 Jahre warten.
Falls die Folgen des Klimawandels so gross werden würden, wie uns prophezeit wurde, ist es bis dann zu spät (mal angenommen, es stimmt auch, dass wir Menschen Schuld sind.
Bringen die Modelle wenigstens vernünftige Resultate in der Vergangenheit?
Damit meine ich: alle Daten bis zum Jahr 1950 eingeben und schauen, ob die Vorhersage auf heute stimmt.
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# ökowatch 2010-08-26 16:08
@kikri: Danke für Ihre Frage. Klimarechenmodelle mit Daten der Vergangenheit zu füttern und die Ergebnisse mit den tatsächlichen Entwicklungen des Klimas zu vergleichen ist ein bei der Entwicklung und Anwendung solcher Modelle absolut üblicher und notwendiger Vorgang.

Da jedoch eine Vielzahl verschiedener Klimarechenmodelle existieren, ist eine pauschale Aussage zur Zuverlässigkeit dieser Modelle im Grunde trotzdem nicht möglich. Auch ist zwischen globalen und regionalen Klimamodellen zu unterscheiden und zu berücksichtigen, dass es sich bei Klimamodellen um die komplexesten und rechenaufwendigsten Computermodelle handelt, die bisher entwickelt wurden. Hier einige Beispiele zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung zum Thema „Klimarechenmodelle“:

2007 veröffentlichen Wissenschaftler der Universitäten von Rochester, Huntsville und Virginia im „International Journal of Climatology“ der „Royal Meteorological Society“ eine sehr umfassende Studie, die die Zuverlässigkeit globaler Klimarechenmodelle grundsätzlich in Frage stellt. Die vollständige Studie finden Sie hier: http://scienceandpublicpolicy.org/images/stories/papers/other/Singer_model_wrong.pdf.

Oekologimus.de hat eine vom Betreiber des Blogs „Climate, Science and Politics“ erstellte Übersetzung des Abstracts veröffentlicht:

Wir untersuchen Temperaturtrends der Troposphäre von 67 Durchgängen aus 22 ‘Klima des 20ten Jahrhunderts’ Modell Simulationen und versuchen, diese mit den besten verfügbaren aktualisierten Beobachtungen (in den Tropen während der Satelitenaera) in Übereinstimmung zu bringen. Die Resultate der Modellvorhersagen und die der beobachteten Temperaturverläufe stehen in den meisten Schichten der Troposphäre im Widerspruch zueinander, ja sie weichen sogar um mehr als das Doppelte des ausgewiesenen Konfidenzintervalles vom Mittelwert des Modelles ab. Bis auf eine Höhe von 5 km ist der modellierte Trend um 100 bis 300% höher als der beobachtete Wert, und, In Luftschichten über 8 km stehen vorhergesagte und beobachtete Werte sogar unter umgekehrten Vorzeichen. Diese Schlussfolgerungen stehen in scharfem Kontrast zu jenen von kürzlichen Publikationen, die auf im Wesentlichen derselben Daten basieren.

Der Hauptautor der Studie, Dr. David H. Douglass, Professor für Physik an der Universität von Rochester wird in einer dazugehörigen Pressemitteilung mit den Worten zitiert: „Normalerweise wird darüber diskutiert, ob die Vorhersagen von Klimamodellen über die Entwicklung des Erdklimas in den nächsten 100 Jahren realistisch sind. Hier geht es um etwas fundamentaleres: Können die Modelle das Klima der jüngsten Vergangenheit richtig erklären? Es scheint, dass die Antwort „Nein“ lautet.“ (http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-12/w-nsi121107.php)

Die untersuchten Modelle werden auch vom UN Intergovernmental of Climate Change (IPCC) genutzt.

2008 wurde diese Studie jedoch von einem Team um den Klimaforscher und IPCC-Autor Dr. Benjamin D. Santer angegriffen. Santer behauptete in einer in der selben Fachzeitschrift publizierten Studie (https://publicaffairs.llnl.gov/news/news_releases/2008/NR-08-10-05-article.pdf), dass die Ergebnisse der Rechenmodelle und die Beobachtungen sehr wohl konsistent seien. Laut Santer beruhten die Ergebnisse von Douglass et al. auf der Verwendung veralteter Radiosonden- und Satellitendaten und sowie auf methodischen Fehlern wie der Anwendung eines ungeeigneten statistischen Tests.

2010 wurde in den „Atmospheric Science Letters“ eine Arbeit von Ross McKitrick, Stephen McIntyre und Chad Herman veröffentlicht, in der die Autoren wiederum zum Ergebnis kamen, dass im Zeitraum von 1979 bis 2009 die beobachteten Daten sehr wohl signifikant von den Modellierungen abwichen (http://rossmckitrick.weebly.com/uploads/4/8/0/8/4808045/mmh_asl2010.pdf)
Regionale Modelle gelten als mit weniger Unsicherheiten behaftet als globale, aber auch sie stimmen nicht immer mit Beobachtungen überein. So ist das Eis in der Arktis schneller geschmolzen als vorhergesagt (http://www.agu.org/pubs/crossref/2007/2007GL029703.shtml), während es in der Antarktis kälter geblieben ist, als die Modelle errechnet hatten (http://www.eurekalert.org/pub_releases/2007-02/osu-atd021207.php).
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# Michael Limburg 2010-09-02 11:56
# Kikri
Ein Rückrechnen - auch wenn es erfolgreich sein sollte- was es nicht ist, es war und ist eine reine Kurvenanpassung- sagt nichts darüber aus, ob die Berechnung der Zukunft einigermassen stimmig ist. Nicht ohne Grund schreibt das IPCC im 3. Bericht (TAR) " In der Klimaforschung und -Modellierung sollten wir beachten, daß wir es mit gekoppelten nichtlinearen chaotischen Systemen zu tun haben und deswegen sind Langzeitprognosen von zukünftigen Klimazuständen nicht möglich" (Third Assessment Report, Section 14.2.2.2)”.
Das stimmt, egal welche Tricks die Jungs benutzen. Die Fehlerverstärkung ist bei allen Modellen enorm. Schauen Sie mal hier nach.http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/klimamodelle-des-glaubens-oder-warum-2-25-sein-koennte/
Und warum sollte es zu spät sein? Anpassung können wir Menschen am besten von allen Spezies. Selbst wenn das IPCC recht hätte, wäre Anpassung an künftige Ereignisse um Grössenordnungen billiger und effizienter als jegliche Vermeidung.
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