| Gehen uns die Rohstoffe aus? |
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| 2.03.2011 |
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There are no translations available. Autorenbeitrag von Steffen Hentrich
Warnungen vor dem Ende der Rohstoffe gibt es schon seit Beginn ihrer Nutzung durch den Menschen. Über „Peak Oil“, dem Überschreiten eines globalen Fördermaximums von Erdöl, wird seit Jahrzehnten immer wieder neu orakelt, kürzlich sogar von der Bundeswehr. All diese pessimistischen Prognosen eint das mangelnde Verständnis von Marktprozessen und die Unfähigkeit des Denkens über den eng begrenzten Horizont der betrachteten Rohstoffe hinaus. Steven Horowitz erläutert, weshalb die Furcht vor dem Ende der Ressourcen nur begründet ist, wenn der Rohstoffpreis nicht Anbietern und Nachfragern gleichermaßen das Signal zur Suche nach Rohstoffsubstituten geben kann. Funktioniert der Preismechanismus, lösen steigende Preise bei Anbietern Anreize zur Suche nach neuen Lagerstätten und Technologien zur kostengünstigeren Exploration und Vermarktung aus. Produzenten von Substituten gewinnen an Wettbewerbskraft und investieren ebenfalls in Forschung und Entwicklung, Rohstoffrecycling erreicht die Schwelle zur Wirtschaftlichkeit. Nachfrager beginnen zu sparen und suchen sich alternative Produkte, die geeignet sind, ihre Bedürfnisse zu geringeren Kosten zu befriedigen. In diesem Kontext ist die physische Begrenztheit von Rohstoffen langfristig bedeutungslos. Am Ende, das zeigt die Empirie, sind die aus der Ressourcennutzung gewonnenen Dienstleistungen immer billiger geworden. Was zählt, sind Marktpreise als Informationsmedien und Kreativität, diese Information in Alternativen zu verwandeln. Sein Plädoyer ist Vertrauen in die Innovationskraft der Märkte und der Verzicht auf Panik in der Politik, die mit ihren Eingriffen in den Marktmechanismus nur das Gegenteil von dem erreicht, was eigentlich beabsichtigt ist.
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