| Wünsch dir doch mal Wirtschaftswachstum |
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| posted by Steffen Hentrich |
| 23.02.2011 |
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There are no translations available. Autorenbeitrag von Steffen Hentrich
Da macht es auch nichts, dass eine Metaanalyse verschiedener anderer Klimamodelle, in denen der Klimawandel selbst noch in Form kalkulierter Klimafolgeschäden eine Rolle spielt, jüngst zu einem ganz anderen Ergebnis kam und der europäischen Klimapolitik komplettes Versagen bescheinigte. Richard Tol hatte mit Hilfe unterschiedlichster Klimamodelle ermittelt, dass Europas 20-%-Ziel selbst im alarmistischsten aller Klimaszenarien unter Annahme einer methodisch sehr umstrittenen Null-Diskontierung und kosteneffizienantter Klimaschutzinstrumente den Kosten-Nutzen-Test nicht bestehen würde, völlig unakzeptable Ergebnisse aber bringen würde, ließe man es bei dem derzeit eingesetzten Sammelsurium der Klimainstrumente. Im Unterschied zu der abenteuerlichen Modellwelt des PIK wurde hierbei berücksichtigt, dass Investitionen in den Klimaschutz selbst dann nicht kostenneutral oder kostensparend sind, wenn sie eine starke Innovationsdynamik auslösen, da man realistischerweise jegliche Alternativinvestitionen mitberücksichtigen müsste, die ebenfalls gewaltige Innovationspotentiale auslösen könnten (lesen Sie hier Richard Tols Kommentar zur Realitätsnähe überzogener Hoffnungen in Klimamodellen auf kostensparende Klimaschutzinvestitionen). Statt wie jeder vernünftige Mensch davon auszugehen, dass Wachstum dann entsteht, wenn es gelingt, eine gewünschte Gütermenge mit minimalem Ressourcenaufwand, also auch Investitionsaufwand, zu produzieren, reicht es in der Denkwelt Potsdamer Ökonomen, dass möglichst viel im Energiesektor investiert wird, um den Wachstumsmotor anzukurbeln. Man mag sich fragen, was die Menschen in dieser grandiosen Welt konsumieren und genießen wollen, wenn doch möglichst viele der knappen Ressourcen in Form von Windkraftanlagen und anderer funkelnder technischer Wunderwerke in der Gegend herumstehen und so tun, als würden sie das Klima schützen. Zudem ist nach den Vorstellungen der Potsdamer Forscher die Klimapolitik umso billiger, je teurer die fossilen Brennstoffe werden. Nach dieser Logik muss man stets nur alle Alternativen teurer machen, um den eigenen Plan im hellsten Licht erstrahlen zu lassen. Zu guter Letzt behauptet man, die Finanzkrise und deren krisenbedingte Emissionsminderungen jetzt vernünftig berücksichtigt zu haben, was wiederum den Klimaschutz um Größenordnungen billiger machen soll. Dabei hat der von Emissionsminderungen begleitete Einbruch der europäischen Wirtschaft gerade gezeigt, wie teuer der Klimaschutz zukünftig werden dürfte, schließlich ist es egal, ob man die Wirtschaft durch Emissionsziele abwürgt oder andere Faktoren der Wirtschaft ein Bein stellen, so dass Emissionsminderungen quasi als Kollateralnutzen einer kränkelnden Industrie anfallen. Umsonst war die Finanzkrise für die Bürger jedenfalls nicht, ebenso wenig wie eine drastische Klimapolitik nach den Vorstellungen der Potsdamer Wissenschaftler gratis zu haben ist. Nach dem Geschmack vieler Politiker ist die Modellakrobatik der Potsdamer Klimaforscher allemal. Schließlich gibt sie die Empfehlung, gar nicht erst auf die Probleme zu warten, die Politiker lösen wollen, weil ja schon die Problemlösung die Lösung für ganz andere Probleme verspricht. Für die Kollegen aus Potsdam soll in der Zukunft natürlich auch gesorgt sein, schreibt man doch in der Zusammenfassung des Gutachtens: „Developing enriched models along these lines is a major research program that will keep many researchers busy for many years.“ Man arbeitet eben noch am richtigen Modell und das noch für lange Jahre. Die richtige Antwort auf die Frage nach den Kosten und Nutzen der Klimapolitik hat offenbar noch niemand gefunden, die Unklarheiten sind noch lange nicht beseitigt. Das hält die Wissenschaftler aber dennoch nicht davon ab, Politikvorschläge daraus abzuleiten, deren Kosten in ihrer Höhe überhaupt noch nicht absehbar sind.
ursprünglich erschienen auf dem "Blog des Liberalen Instituts" |







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