Greenpeace darf Müller-Milch weiter als „Gen-Milch“ bezeichnen PDF Print E-mail
posted by ökowatch   
22.09.2010
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Milch von Kühen, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, darf als „Gen-Milch“ bezeichnet werden, auch wenn die Milch selbst nicht gentechnisch verändert wurde.  Mit dieser Begründung hat das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde des Milchprodukteherstellers Theo Müller zurückgewiesen, dessen Produkte die Organisation Greenpeace im Rahmen einer Kampagne als „Gen-Milch“ bezeichnet hat.  Die Meinungsfreiheit schütze auch „aufmerksamkeitserregende Zuspitzungen und polemisierende Pointierungen“.

 

 

Mit dieser Entscheidung bestätigten die Verfassungsrichter den Bundesgerichtshof, der die Klage von Müller gegen Greenpeace abgewiesen hatte.  Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, hatten Greenpeace-Aktivisten im Jahr 2004 unter anderem in mehr als 100 Supermärkten Müller-Produkte aus den Regalen geräumt und in Einkaufswagen mit der Aufschrift „Müller-Milch = Gen-Milch“ gelegt.

 

Quelle: http://www.zeit.de/news-nt/2010/9/22/iptc-bdt-20100922-188-26491752xml

 

Comments  

 
# Bibliothekar 2010-09-23 13:35
Ich bin entsetzt über diese Entscheidung. Wenn jetzt schon das höchstrichterliche Gremium Verfassungsgericht, Entscheidungen fällt, die dem Mainstream genüge tun sollen, na dann gute Nacht.
Was ist eigentlich mit den unübersehbar vielen Produkten, an denen ebenfalls gentechnisch veränderte Organismen mitgewirkt haben? Die packt wohl keiner in einen Pranger- äh Einkaufswagen?
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# BF 2010-09-23 15:41
Oiii, das kann ganz schön nach hinten losgehen...

Sämtliche Produkte in unseren Regalen dürfen(!) nur positiv "unter Verwendung von GMO" gekennzeichnet werden, wenn sie mehr als 0,9% gentechnologisch hergestellte Bestandteile enthalten. Gegen eine Kennzeichnungspflicht bei geringerem Anteil wehren sich am meisten - na, wer wohl: die Grünen und Sozialdemokraten. Dann wären 60% aller Produkte im Supermarkt "GMO"-kennzeichnungspflichtig, und die Verbraucher merkten, daß auch nach jahrzehntelangem Verbrauch der Produkte aus böser "Frankensteins Küche" keinerlei Gefahr droht.

Warum drucken eigentlich nicht alle Milchproduktehersteller ein "Unter Verwendung von GMO-Futtermitteln" auf die Packung und treten damit die Flucht nach vorn an?
Werden dann wohl alle ideologisch lobotomierten Deppen auf Milch, Käse, Backwaren, Süßigkeiten etc. aus dem Regal verzichten?
Werden sie dann auch auf Reisen in die USA und viele andere Länder verzichten?
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# Don Juan 2010-09-27 18:00
Ich habe in Amerika gen-manipulierten Mais gegessen. Bin aber erst wieder nach der Landung in Deutschland aufs Klo gegangen.
Ohhh mein Gott !!!
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