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21.06.2011, Kommentieren
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Mit dem Thema Klimawandel befasste Wissenschaftler, darunter auch Stefan Rahmstorf vom "Potsdam Institut für Klimafolgenforschung", haben in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Science (PNAS) eine Studie zum Anstieg des Meeresspiegels in den letzten 2000 Jahren veröffentlicht. Laut den Ergebnissen der Studie schwellen die Ozeane heute schneller an als je zuvor in den vergangenen zwei Jahrtausenden. Doch Kritikern zufolge steht die Studie auf einem wackligen Fundament. Spiegel online berichtet: "(...) "Der Mensch heizt mit seinen Treibhausgasen das Klima immer weiter auf, daher schmilzt das Landeis immer rascher und der Meeresspiegel steigt immer schneller", sagt Rahmstorf. "Die neue Untersuchung bestätigt unser Modell des Meeresspiegelanstiegs - die Daten der Vergangenheit schärfen damit unseren Blick in die Zukunft."
Doch genau das bezweifeln andere Fachleute. Sie sehen ein Hauptproblem der neuen Untersuchung darin, dass sie letztlich nur auf den Funden von der Küste North Carolinas beruht - was für eine Aussage der globalen Entwicklung zu wenig sein könnte. "Diese Studie eignet sich deshalb überhaupt nicht für Vorhersagen", meint Jens Schröter vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.
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15.06.2011, Kommentieren
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Maritta Tkalec führt in der Berliner Zeitung in einem interessanten Rückblick aus, dass Technologieskepsis keine Erscheinung des 21. Jahrhunderts ist. Als 1872 die erste Kanalisation in Berlin gebaut wurde, die einen maßgeblichen Anteil daran haben dürfte, dass sich die Lebenserwartung der Berliner seitdem mehr als verdoppelt hat, warnten besorgte Bürger: "Ein Kanalsystem, das die Straßen zerreißen und durch seine Einrichtung den Verkehr jahrelang stören wird; - Kanäle, welche die bösartigsten Auswurfstoffe in sich aufnehmen und durch ihre Verbindungsrohre die daraus aussteigenden, tödlichen Dünste verderbenbringend direkt ins Innere der Häuser, in den Kreis der Familien führen, sodass die Öffnung jeden Spülsteins, jedes Wasserabflusses und Klosetts zur pesthauchenden Mörderin wird".
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26.05.2011, Kommentieren
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Mikronesien versucht mit rechtlichen Mitteln, den Betreiber eines Kohlekraftwerks in Tschechien zu zwingen, seine Anlagen zu modernisieren, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Unterstützt wird der Inselstaat bei seinem Vorhaben von der Organisation Greenpeace. Mikronesien nutzt dabei das Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung in Tschechien, laut dem auch Einwände aus dem Ausland berücksichtigt werden können. Bislang haben aber nur Nachbarstaaten wie Deutschland und Österreich davon Gebrauch gemacht. Mikronesien fürchtet jedoch die Zerstörung ganzer Inseln durch einen steigenden Meeresspiegel, der nach Ansicht vieler Wissenschaftler durch menschengemachte Klimaveränderungen verursacht wird, deren Ursache wiederum ein hoher CO2-Ausstoß sein soll.
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24.05.2011, Kommentieren
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Die Welt berichtet: "(...) Das umgerechnet etwa 20 Milliarden Euro teure Projekt, das mit 26 Großturbinen ebenso viel Kapazität zur Stromerzeugung wie 18 Atomkraftwerke hat, dürfte in diesem Jahr aber kein fröhliches Jubiläum feiern. Ökologen fürchten die Folgen des gewaltigen Eingriffs in den Naturhaushalt, Geologen die Erosion und Migrationsforscher die Folgen der Entwurzelung von offiziell 1,24 Millionen Anwohner, die für den Damm umgesiedelt werden mussten. Überraschend macht sich nun auch Chinas Premier Wen Jiabao diese Kritik zu eigen (...)."
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23.05.2011, Kommentieren
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Ein Waldbesitzer, der mit Holz handelt, würde kaum auf die Idee kommen, alle seine Bäume auf einen Schlag abzuholzen und nicht wieder aufzuforsten. Auf dem Ozean hingegen werden zum Fischfang geeignete Gebiete oft so lange ausgebeutet, bis dort nichts mehr zu holen ist. Schließlich kann man relativ problemlos weiterziehen. Würden also Eigentumsrechte und Fangquoten helfen, dem Problem der Überfischung zu begegnen? In diesem Video (in englischer Sprache) wird diese Idee genauer erläutert:
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11.05.2011, Kommentieren
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Die Organisation Greenpeace warnt angesichts des anstehenden CSS-Gesetzes vor CO2-Endlagern unter dem Meer. Diese könnten das Grundwasser gefährden, so die Organisation. "Durch die CO2-Verpressung findet im Umkreis von bis zu 50 Kilometern eine Druckerhöhung statt, die dazu führen kann, dass salziges Wasser aus den Hohlräumen der Lagerstätten verdrängt wird und das Grundwasser verunreinigt. Besonders problematisch ist auch die weitaus kompliziertere Überwachung von CO2-Endlagern unter dem Meer. Kommt es zu Leckagen, stellt das CO2 eine direkte Gefährdung für die Meeresumwelt dar", heißt es auf der Internetseite stromauskunft.de.
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29.04.2011, Kommentieren
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Die Stadtwerke Bochum haben sich gegen die von der EU-Kommission geplante, europaweite Regelung ausgesprochen, den Wasserverbrauch in allen EU-Staaten um 30 Prozent zu senken. Das könne sogar zu Nachteilen führen, sagte Konzernsprecher Schönberg dem Sender Radio Bochum. Ein zu geringer Wasserverbrauch könnte zu höheren Kosten und damit auch zu höheren Wasserpreisen führen. Die Wasserrohre seien für große Wassermengen ausgelegt, so Schönberg. Werden sie nicht mehr so stark genutzt, müssten die Stadtwerke zusätzlich Wasser einleiten, um zum Beispiel Ablagerungen zu verhindern.
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27.04.2011, Kommentieren
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Da es der EU-Kommission nicht möglich ist, eine Richtlinie zu verabschieden, die nur für bestimmte Regionen gilt, soll auch in Deutschland der Wasserverbrauch in Häusern gesenkt werden. Das wird aufgrund der notwendigen Sanierungen zu Mehrkosten in Milliardenhöhe für Eigentümer und Mieter führen, hat für Deutschland aber keinen Sinn. Denn schon jetzt müssen die Versorgerunternehmen vielerorts die Abwasser- und Kanalisationsleitungen mit Frischwasser spülen, da zu wenig Wasser durch sie hindurch läuft. Die Welt berichtet ausführlich über den seltsamen Plan. |
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20.04.2011, Kommentieren
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Laut einem Gutachten ist zu befürchten, dass die vom Energiekonzern Vattenfall im Oderbruch erwogene unterirdische Speicherung von Kohlendioxid die Gefahr einer großflächigen Versalzung birgt. Das Portal berlin.business-on.de berichtet unter Berufung auf die dapd: "Durch Überdruck könnte Salzwasser nach oben steigen, so dass im Umkreis von rund 100 Kilometern mit Grundwasserversalzungen zu rechnen wäre, geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Gutachten hervor, das im Auftrag des Amtes Barnim-Oderbruch erstellt wurde.
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7.04.2011, Kommentieren
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Unter der Überschrift "Die Öko-Falle" haben sich die Spiegel-Autoren Jan Fleischhauer, Guido Kleinhubbert und Alexander Neubacher mit dem Problem auseinander gesetzt, dass eine Vielzahl mehr oder weniger gut gemeinter Maßnahmen zum Schutze der Umwelt kontraproduktive Auswirkungen hat. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Wassersparmaßnahmen in Deutschland dazu führen, dass die Versorger Hunderttausende Liter Wasser am Tag abpumpen müssen, um die notwendige Fließgeschwindigkeit in den Kanalisationen zu erreichen. Das Fazit der Journalisten ist entmutigend.
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10.01.2011, Kommentieren
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Alex Reichmuth schreibt in der Weltwoche über die Angsttriebe der Untergangspropheten: "Seit das Bohrloch nach der «Deepwater Horizon»-Explosion gestopft wurde, gibt es im Golf von Mexiko erstaunlich wenig Spuren der 800 Millionen Liter Öl, die ausgeflossen sind. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der weitaus grösste Teil des Öls verdunstet ist oder von Bakterien zersetzt wurde. Zwar ist noch unklar, ob sich ökologische Spätfolgen zeigen und wie gravierend diese sind. Dennoch scheinen die Auswirkungen dieser Ölpest weit hinter den ursprünglichen Befürchtungen zu liegen.
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