Desinfektionsmittel in Lebensmitteln - kein Skandal PDF Drucken E-Mail schreiben
31.07.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Steffen Hentrich

 

"Verunreinigtes Essen" ist immer eine Story wert, auch wenn es sich dabei bei näherer Betrachtung nur um die übliche Panikmache aus der Tagespresse handelt. Diesmal schürt man bei der taz mit markigen Worten die Angst vor Desinfektionsmittelrückständen in Lebensmitteln. Mit dem üblichen Trick - man moniert die Nichteinhaltung bestimmter Grenzwerte, ohne diese in den richtigen Zusammenhang zu stellen - wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht.

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Afrikas Savanne wird grün PDF Drucken E-Mail schreiben
26.07.2012, Kommentare (1)
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Erhöhter Kohlendioxidgehalt begünstigt Baumwuchs

 

Bis Ende dieses Jahrhunderts könnten weite Teile der afrikanischen Savanne zu Wäldern werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Biodiversitäts- und Klimaforschungszentrums der Goethe-Universität in Frankfurt, wie es in einem Bericht in der renommierten Wissenschaftszeitschrift «Nature» heisst. Die Modellierung deute darauf hin, dass die Düngung durch den steigenden Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre in ganz Afrika zu einer dichteren Bewaldung führe, so der Studienautor Steven I. Higgins, der an der University of the Witwatersrand und an der University of Cape Town studierte und heute in Frankfurt eine Professur für physische Geografie innehat.

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Der Erdgipfel atmet den Weltgeist PDF Drucken E-Mail schreiben
26.07.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Rio+20 hat ein mageres Manifest hervorgebracht – die Grosse Transformation ist ausgeblieben

 

Rio de Janeiro. Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon prophezeit ein düsteres Ende: «Der Wandel ist unumkehrbar und in vielen Ländern schon spürbar (...) Viel zu lange haben wir versucht, unseren Wohlstand durch gesteigerten Konsum zu sichern. Doch dieses Modell ist tot.» Während drei Tagen haben im brasilianischen Rio de Janeiro mehr als hundert Staats- und Regierungschefs darüber diskutiert, wie diese schlechte Welt gerettet werden kann. Denn 20 Jahre nach dem legendären Erdgipfel sei die Welt kein bisschen nachhaltiger geworden, das Gegenteil sei eingetroffen. «Es ist, als ob wir hinter den Erdgipfel von 1992 zurückfallen», sagt Klaus Töpfer, der unter Kanzler Kohl Umweltminister war und später als Direktor das Umweltprogramm der UNO (Unep) leitete.

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Ist der Klimawandel Pseudo-Wissenschaft? PDF Drucken E-Mail schreiben
26.07.2012, Kommentare (1)
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Zum 62. Mal haben sich Anfang Juli in Lindau am Bodensee die Nobelpreisträger zur Tagung zusammengefunden.

 

Einen grossen Auftritt hatten Paul J. Crutzen und Mario J. Molina, die 1995 zusammen mit dem kürzlich verstorbenen F. Sherwood Rowland den Nobelpreis für Chemie für eine Arbeit über den Abbau der Ozonschicht erhielten. Dem Planeten Erde gehe es erneut sehr schlecht, Schuld daran trage die menschen­gemachte Klimaerwärmung, sagte Crutzen, und Molina ergänzte: «Die wissenschaftliche Beweislage ist wirklich überwältigend. Die meisten Experten stimmen zu, zwei oder drei von hundert Experten nicht.»

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Die Römer kannten keine Gletscher - Studie zur Klimaerwärmung PDF Drucken E-Mail schreiben
26.07.2012, Kommentare (4)
Autorenbeitrag von Michael Breu, Zürich

 

Die Erde hat sich in den letzten 2000 Jahren abgekühlt – Studie widerlegt gängige Meinung zur Klimaerwärmung

 

Schweizer und deutsche Klimaforscher haben nachgewiesen, dass sich Nord­europa in den letzten 2000 Jahren abgekühlt hat. Die Studie stellt die Grundlagen infrage, auf die sich der Welt­klimarat (IPCC) beruht. Anstatt die Resultate zu diskutieren, wird die Studie im Internet in mehreren Blog-Beiträgen voreilig als «inkompetente Analyse» ­bezeichnet. An vorderster Front macht Mike E. Mann von der Penn State University gegen die Wissenschaftsarbeit mobil, die Anfang Juni in der renommierten Fachzeitschrift «Nature Climate Change» erschienen ist. Auf der ­Online-Plattform «RealClimate» klagt er beispielsweise, die veröffentlichten Ergebnisse seien von Forschern und Medien falsch interpretiert worden. Mike Mann hat allen Grund, gegen die Resultate zu wettern: Würde sich nämlich herausstellen, dass die Ergebnisse der Klimaforscher um Jan Esper von der Johannes-Gutenberg-­Universität in Mainz, Ulf Büntgen von der Eidgenös­sischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und ­Daniel Nievergelt vom Oeschger-Zentrum für Klimafolgenforschung der Universität Bern den Temperaturverlauf korrekt wiedergeben, wäre eine zentrale Arbeit der Klimaforschung widerlegt. Und ­diese Arbeit stammt von Mike Mann.

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Mit impotenten Mücken gegen Tropenkrankheiten PDF Drucken E-Mail schreiben
2.07.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Genetisch veränderte Moskitomännchen erfolgreich ausgesetzt

 

Die Idee ist raffiniert: Die Männchen der Stechmücken werden künstlich impotent gemacht, um die Vermehrung zu stoppen und damit die Ausbreitung von Tropenkrankheiten einzudämmen. Bereits in den 1970er-Jahren zeigten Forscher um Alan S. Robinson in El Salvador und im ostafrikanischen Sansibar, dass Insekten, die durch Radioaktivität steril wurden, erfolgreich im Kampf gegen Malaria, Schlafkrankheit und Denguefieber eingesetzt werden können. 2004 entwickelte der ausgebildete Insektenkundler im Auftrag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Technik weiter, mit dem Ziel, die Malaria in Afrika auszurotten.

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Weltklimarat unter Beschuss - Quoten und graue Literatur PDF Drucken E-Mail schreiben
2.07.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Bericht im «New Scientist»

 

Für den Weltklimarat (IPCC) endet eine hektische Woche. Zu Beginn des Erdgipfels von Rio de Janeiro deckte der Umweltjournalist Fred Pearce auf, dass wichtige Posten im Weltklimarat künftig nach einer Geschlechterquote besetzt werden sollen. Ebenfalls soll bei der Rekrutierung darauf geachtet werden, dass Wissenschaftler aus möglichst allen Weltgegenden im IPCC vertreten sind. Weiter berichtete Pearce im Magazin «New Scientist», dass der Weltklimarat im November 2011 an einem Treffen in Kampala, Uganda, beschlossen habe, sogenannte «graue Literatur» stärker zu berücksichtigen. Zur grauen Literatur werden Berichte gezählt, die von Regierungsstellen oder Umweltorganisationen verfasst wurden. Im Gegensatz zu den wissenschaftlichen Arbeiten, die in Fachmagazinen erscheinen, wird graue Literatur nicht von unabhängigen Experten überprüft (peer-review).

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Australische Klimastudie wird aufgrund mangelhafter Daten zurückgezogen PDF Drucken E-Mail schreiben
2.07.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Mitte Mai 2012 sorgte in den australischen Medien eine online im «Journal of Climate» publizierte Studie für Schlagzeilen. «1000 Jahre Klimadaten bestätigen die Erwärmung von Australien», hiess es im Artikel. Die Paläoklimatologin Joelle Gergis von der University of Melbourne wertete die Ergebnisse als Beweis für die Klimaerwärmung (obschon die Zunahme lediglich 0,09 Grad betrug). Nun wurde die Studie aufgrund mangelhafter Daten zurückgezogen, wie «Retraction Watch» berichtet. Gergis ist Leiterin der internationalen Arbeitsgruppe Past Global Changes, die die Daten für den fünften Sachstandbericht des Weltklimarates IPCC zusammenträgt.

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Das Geschäft mit der Deponie PDF Drucken E-Mail schreiben
25.06.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Die links-grünen Organisationen um die Allianz Deponien Muttenz haben es nicht eilig mit der Sanierung

 

Die Kampagnenarbeit rund um die Sanierung der Deponie Feldreben bei Muttenz zeigt auf drastische Weise, wie sich Greenpeace aus Eigennutz gegen den Umweltschutz stemmt. Noch bevor sich die Begleitkommission zur Sanierung der Deponie Anfang Juni konstituieren konnte, wurde sie sistiert. Schuld am Schlamassel ist die Allianz Deponien Muttenz (ADM), in der neben Greenpeace die Organisationen WWF und VCS, die Gewerkschaften Unia und Syna, Sozialdemokraten, Grüne und BastA! organisiert sind. Grund für das Aus: Mit dem Einsitz in der Begleitkommission erhalte die ADM keine Entscheidbefugnis, das sei inakzeptabel, richtete die links-grüne Lobbygruppe aus.

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Von Logik und Wissenschaft verabschiedet - Greenpeace hat sich gewandelt PDF Drucken E-Mail schreiben
25.06.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Aus dem David wurde ein Goliath

Die Geschichte von Greenpeace beginnt im Herbst 1971. Eine kleine Gruppe von Friedensaktivisten zieht los, um vor den Aleuten-Inseln gegen die US-amerikanischen Atomtests zu demonstrieren. Aus der Gruppe wird eine schlagkräftige Bewegung. Vor allem die Proteste gegen die französischen Atomwaffentests geben Greenpeace Auftrieb. In den späten 1970er-Jahren macht die Umweltorganisation erneut Schlagzeilen: Mit Schlauchbooten stellen sich die Aktivisten den japanischen Walfängern in den Weg.


Doch spätestens in den 1980ern verabschiedet sich Greenpeace vom selbstlosen Einsatz für die Umwelt, immer wichtiger wird das kapitalgesteuerte Campaigning.

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Die gelbe Revolution aus der Schweiz PDF Drucken E-Mail schreiben
25.06.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Der «goldene Reis» steht vor der Zulassung: Ende 2013 soll er auf den Philippinen angebaut werden

 

Es war an einem verregneten Herbsttag vor sieben Jahren, als Vernon L. Smith ins Fettnäpfchen trat. Das Geld der Reichen, Big Money, sei eine gute Sache, denn auch auf der Bank arbeite es für die ganze Gesellschaft und helfe dabei, dass die Armut reduziert werde. Globalisierungskritiker warfen dem Kapitalmarktforscher und Wirtschaftsnobelpreisträger postwendend einen schamlosen Umgang mit dem Thema Armut vor. Dabei wurde der Experimentalökonom aus Virginia schlicht falsch interpretiert.

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Umweltpolitiker und Ökoaktivisten vor dem Realitäts-Check PDF Drucken E-Mail schreiben
14.06.2012, Kommentare (3)
Autorenbeitrag von Michael Breu

 

Beim Versuch, die Umwelt zu schützen, scheitern wir chronisch, findet Spiegel-Autor Alexander Neubacher.

 

Die Deutschen sind für Umweltschutz, die Natur liegt ihnen am Herzen. Auch Alexander Neubacher würde dies unterschreiben. Der Wahlberliner und vierfache Familienvater fährt zwar einen Kleinwagen, lebt ansonsten aber möglichst ökofreundlich. „Zum Brötchenholen fahre ich mit dem Rad; auf Dienstreise nehme ich den Zug. Sämtliche Toilettenspülungen bei uns zu Hause sind mit einer Wasserstopptaste ausgerüstet. Ich bevorzuge Milchprodukte, die ein Biosiegel tragen, auch wenn sie ein paar Cent teurer sind. Eier aus Käfighaltung kommen mir nicht ins Haus, und wenn ich Wurst esse, plagt mich neuerdings ein schlechtes Gewissen“, so der Volkswirt, der an der Uni Köln und anschließend an der renommierten Kölner Journalistenschule studierte. Heute arbeitet der 44-Jährige als Wirtschaftsredakteur im Hauptstadtbüro des Magazins "Spiegel" in Berlin, eben hat er halb Deutschland gegen sich aufgebracht: Sein Buch "Ökofimmel. Wie wir versuchen, die Welt zu retten – und was wir damit anrichten" ist bei den linksgrünen Städtern schlecht angekommen. Neubacher leiste dem Umweltschutz einen Bärendienst mit seiner Kritik an den Umweltmaßnahmen der Bundesregierung, wird moniert. Steht es tatsächlich so schlecht um Deutschland? Und wie sieht der Autor die Diskussion in der Schweiz?

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Zerzaust und Zersiedelt - ist das Stadtleben ökologischer als das Landleben? PDF Drucken E-Mail schreiben
13.06.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Michael Breu, Bern

 

Manchmal braucht eine Idee Zeit. Und oft braucht es einen Input von aussen, damit die Vordenker im eigenen Land ernst genommen werden. Das provozierende Buch "Triumph of the City" des Harvard-Professors Edward L. Glaeser bildete die Initialzündung. Seither darf man in der Schweiz über Rolf Schochs Ideen zur Raumplanung diskutieren.

 

Edward Glaesers These ist nicht neu, doch zum ersten Mal hat sie ein Professor einer renommierten US-Universität so formuliert, dass sie erstens die Leute auf der Straße verstehen, und dass sie zweitens dank der Provokation auch von den Medien aufgegriffen wird: „Städte machen uns klüger, gesünder und ökologischer, erst die Urbanität hat uns zum Menschen gemacht“ ist die knappe Formel des 45-jährigen Wirtschaftsprofessors. Auf knapp dreihundert Buchseiten belegt er, dass der ökologische Fussabdruck eines Städters deutlich kleiner ist als der eines "Agglo-Bewohners", der aus falsch verstandener Naturliebe aufs Land gezogen sei und dort für einen wahren CO2-Alptraum sorge. Unter einer "Agglomeration" wird städtebaulich das besiedelte Gebiet einer oder mehrerer Städte mit ihren Vororten verstanden.

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Trittins Attacke auf das Quotenmodell zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hilft niemandem PDF Drucken E-Mail schreiben
11.06.2012, Kommentieren
Autorenbeitrag von Steffen Hentrich

 

Politiker verdrängen ihre Probleme gern. Helmut Kohl war dafür bekannt, sie auszusitzen. Jürgen Trittin reicht das offenbar nicht - er schiebt sie einfach anderen in die Schuhe.

 

Für Jürgen Trittin ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch immer ein Erfolgsmodell, auch wenn die Energiewende an ihren Kosten zu scheitern droht, woran das EEG wiederum die Hauptschuld trägt. Rainer Brüderles Vorschlag einer Reform des EEGs durch ein Quotenmodell ist für ihn eine Attacke, die den Stromkonzernen hilft. Doch wem hilft Trittins Attacke gegen die FDP?

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