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17.05.2012, Kommentare (2)
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"Sinnloses Surfen im Internet zerstört Umwelt" ist der Aufmacher eines Beitrags über die Kohlendioxidemissionen der Internetnutzung. Schon eine einzige Suche nach "Chuck Norris" verursache soviel CO2 wie ein Auto, das 7,5 Zentimeter fährt.
"Sinnlos" ist dabei zuallererst eine zutiefst subjektive Einschätzung des Journalisten, der den Text verfasst hat, den wiederum der Autor dieser Zeilen für ziemlich sinnlos halten könnte.
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16.05.2012, Kommentieren
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Die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energieträger wird häufig mit industriepolitischen Argumenten begründet. Deutsche Hersteller würden durch die einheimischen Förderungen einen Markt bekommen, der sich dann leicht auf den Weltmarkt ausdehnen ließe. Diese Argumentation widerspricht jedoch jeglicher ökonomischer Logik, da es in einer Volkswirtschaft nicht darauf ankommt, möglichst viel auf dem Weltmarkt zu verkaufen, sondern Einkommen und Konsum der Bürger zu erhöhen. Schließlich bedeutet ein ständiger Exportüberschuss eines Landes, dass die Bürger dauerhaft nur einen Teil ihres Einkommens auch konsumieren können, mit den restlichen Kapitalexporten aber den Verbrauch in anderen Ländern finanzieren. Das muss nicht immer ein Nachteil sein, kann damit doch ein langfristiger Vermögensaufbau verbunden sein, sollte aber keine dauerhafte Zielsetzung der Industriepolitik sein, schon gar nicht, wenn dies nur dadurch erreicht wird, dass die Wirtschaftlichkeit der Exportindustrie allein auf Subventionen basiert.
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14.05.2012, Kommentieren
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Die Zahl der Völker geht dramatisch zurück – Parasiten und Insektizide setzen der Honigbiene zu
Es ist ein leiser Tod, in den die Bienen gehen. Erst im Frühjahr fällt den Imkern auf, dass ihre fleissigen Helfer nicht mehr da sind. Einige Honigbienen liegen tot im Stock, doch die grosse Mehrheit hat das Weite gesucht. «Es ist nicht so, dass die Arbeiterinnen Brut und Königin im Stich lassen; eine Palastrevolution sieht anders aus», sagt John Miller, der in zweiter Generation die Miller Honey Farms in Gackle, North Dakota, führt und Herr über eine halbe Milliarde Bienen ist. Die Bienen würden den Stock freiwillig verlassen und in den Selbsttod fliegen – «weshalb das so ist, wissen wir nicht».
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4.05.2012, Kommentieren
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Laut taz wird in dem Dokumentarfilm "Raising Resistance" über den Kampf von Kleinbauern gegen den Soja-Boom berichtet. Es wird nicht an dramatischen Tönen gespart:
Das "modelo sojero", das "Modell Soja", ist einer der wichtigsten landwirtschaftlichen Trends der letzten Jahrzehnte. Immer größere Flächen vor allem in Lateinamerika werden extensiv mit Soja bebaut, dagegen haben die traditionellen Kleinbauern, die Campesinos und Campesinas, nichts zu setzen. Sie bauen weiter ihre Erdnüsse an, während die Giftschwaden der Pestizide von den Sojaplantagen herüberwehen und ihre Kinder erblinden lassen.
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22.03.2012, Kommentare (3)
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Die Grundschüler einer Grundschule in Prösen (Brandenburg) beteiligten sich an einem Klimaschutz- und Energiesparwettbewerb mit der Idee, dass die Verwendung des Apfels als Naturheilmittel zum Besipiel gegen Erkältungskrankheiten einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten könne. Schließlich würde man durch den Konsum der vitaminreichen Äpfel auf teure und unter hohem Energieeinsatz produzierte Medikamente verzichten können. Ein Bratapfel mit Honig wäre doch genauso gut wie eine Halsschmerztablette. Sicher, für die Gesundheit mag das stimmen, schließlich bekämpfen beide Heilmittel nur die Symptome, nicht aber die Ursachen einer Erkältung, doch für das Klima dürfte diese Rechnung leider nicht aufgehen. Den Kindern kann man daraus keinen Vorwurf machen, denn ihr Verständnis für ökobilanzielle Zusammenhänge dürfte altersbedingt recht beschränkt sein, doch von einem akademisch gebildeten Grundschullehrer sollte man erwarten können, sich den Versuchungen einer grünen Weltanschauung vom natürlichen Leben nicht so schnell geschlagen zu geben. Immerhin tragen unsere Pädagogen die Verantwortung dafür, dass unsere Kinder als kritische Geister aufwachsen.
Schauen wir uns das Ganze einmal etwas näher an.
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13.03.2012, Kommentieren
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Menschen passen irgendwie nicht zum Klimaschutz. Sie sind zu groß, zu schwer und verbrauchen deshalb zu viel Energie. Sie sind zu gierig und können deshalb nicht aufs Fleischessen verzichten. Auch sind sie zu wenig altruistisch, weshalb sie zuweilen mehr an sich selbst als an die Spende für wohltätige Klimaschutzorganisationen denken. Zu allem Überfluss haben einige Menschen Kinder so gern, dass sie bei der Familienplanung die Notwendigkeiten des Klimaschutzes und den ökologischen Fußabdruck ihrer Sprösslinge ignorieren.
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1.03.2012, Kommentieren
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Mehrere Dokumente sollen belegen, dass Klimawandelskeptiker aus der Kasse des konservativen Heartland-Instituts, Chicago, mit mehreren Millionen Dollar bezahlt wurden. Das Geld stamme von Großkonzernen wie Microsoft, Pfizer oder Altria. Jetzt erhärtet sich der Verdacht, dass das wichtigste, als internes Heartland-Papier ausgegebene Dokument gefälscht ist.
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9.02.2012, Kommentare (1)
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In der heutigen taz kritisiert ein Experte von Greenpeace die Landesregierung von Baden-Württemberg für das geplante Zurückrudern beim Klimaschutzziel des Bundeslandes. Dies wird mit höheren Kohlendioxidemissionen aufgrund des Atomausstiegs begründet. Weil jedoch die Energiewirtschaft dem europäischen Emissionshandel unterliegen würde, somit also ein europäischer Deckel für die Emissionen bestünde, so der Mann von Greenpeace, wäre eine Zielkorrektur nicht nötig.
Diese Kritik offenbart eher unfreiwillig die Absurdität der aktuellen Klimapolitik und deren Wahrnehmung durch Greenpeace: Obwohl es europäische Minderungsziele im Rahmen des Emissionshandels gibt, die jeweils europaweit durch den Handel zwischen den Emittenten erfüllt werden, beziehen die einzelnen Bundesländer die am Emissionshandel beteiligten Anlagen mit in regionale Klimaschutzprogramme ein. Damit wird der Sinn des Emissionshandels, die Reduzierung der Emissionen zu möglichst geringen Kosten zu erreichen, geradezu auf den Kopf gestellt.
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8.02.2012, Kommentieren
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Dirk Maxeiner schreibt heute bei der Achse des Guten: "Das wissenschaftliche Gebäude, das um das Dogma der globalen Erwärmung errichtet worden ist, erinnert mich mehr und mehr an eine Wellblechhütte, die wackelt und bei der es an jeder Ecke reinzieht. Und weil das so ist, muss ständig eine neuer Stützbalken eingezogen und das Dach geflickt werden, damit das Ding nicht zusammenkracht. Und bei jedem Windstoß muss einer vom Potsdam-Institut raus ins Kalte und die morschen Balken festhalten.
Inzwischen haben wir so so eine Art Klima-Favela, häßlicher und schiefer gehts fast nimmer. Sehr schön ist das an den Meldungen abzulesen, die gegenwärtige bittere Kälte habe ihre Ursache in der globalen Erwärmung. Vor zehn Jahren haben sie noch prophezeit, das es keine kalten Winter mehr geben würde, jetzt wissen sie ganz genau, warum es sie trotzdem noch gibt."
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7.02.2012, Eingestellt von Redaktion, Kommentare (1)
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Der Brennstoff Thorium scheint zur Zeit wieder in aller Munde, nachdem 1989 der erste Prototyp eines Thorium-basierten Kraftwerks in Hamm-Uentrop in die Mühlen der Politik geriet und abgeschaltet wurde.
Auch wenn die Technologie vielversprechend klingt, so ist doch zu hoffen, dass diesmal die Suche nach der richtigen Energieform nicht mehr der sprunghaften und ressourcenvernichtenden Laune der Politik überlassen wird:
- Die Kernkraft war nur mit massiven Subventionen des Staates und unter Vernachlässigung der Haftung erst ermöglicht worden, bevor die durch Angela Merkel geführte Bundesregierung 2010 einen schlagartigen Ausstieg verkündete.
- "Erneuerbare" Energien, die sich in Deutschland sonst nicht gerechnet hätten und zum Teil mehr Ressourcen verbrauchen als sie erzeugen, wurden mit massiven Subventionen des Staates erst ermöglicht, bevor die vorhersehbaren Probleme zutage traten, die dazu führen, dass die Subventionen zurückgefahren werden sollen.
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5.02.2012, Kommentare (1)
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Michael Miersch schreibt bei achgut.de: "Nun glaubt selbst Fritz Vahrenholt nicht mehr an die Vorhersagen zur Klimaerwärmung"
"Hunderttausende Christen treten alljährlich aus der Kirche aus. Das erregt kaum Aufsehen. Doch wenn ein Bischof vom Glauben abfällt, ist es ein Paukenschlag. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Glauben an die Klimakatastrophe. Nur noch 31 Prozent der Deutschen fürchten sich vor globaler Erwärmung. 2006 waren es noch genau doppelt so viele. Und jetzt verstärkt ein Schwergewicht die Reihen der Ungläubigen. Fritz Vahrenholt, einer der Väter der deutschen Umweltbewegung, vertraut den Vorhersagen des Weltklimarats (IPCC) nicht mehr. Und auch nicht den Szenarien des Potsdam Instituts, das Kanzlerin und Umweltminister berät und seit Jahren den Klimaalarm ausruft.
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31.01.2012, Kommentare (1)
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Michael Miersch berichtet bei der Achse des Guten über die Veröffentlichung des Buches "Die kalte Sonne" von Fritz Vahrenholt, dem ehemaligen Umweltsenator in Hamburg und laut Focus ein "Umweltschutz-Vordenker".
Miersch dazu: "Fritz Vahrenholt schrieb ein Standardwerk der frühen Umweltschutzbewegung, war der bekannteste grüne Sozialdemokrat und leitet heute eine Firma, die Milliarden in erneuerbare Energien investiert. Nun glaubt selbst er nicht mehr an die Vorhersagen des IPCC und des Potsdam Instituts zur Klimaerwärmung."
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25.01.2012, Kommentare (1)
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Man kann der Heinrich-Böll-Stiftung das Verdienst nicht hoch genug anrechnen, mit dem Sammelband "Braune Ökologen" auf die rechts-nationalistische Unterwanderung der Umweltbewegung aufmerksam zu machen. In mehreren Beiträgen erfährt man hier Bekanntes, aber auch Neues über die "braunen" Wurzeln der Umweltbewegung, die romantische Verklärung der Einheit von Mensch und Natur und den daraus abgeleiteten Fortschrittspessimismus.
Für die heutige Umweltbewegung ist die inhaltliche Nähe rechter Ideologen zu den Kerninhalten ihres ökologischen Weltbildes verständlicherweise ein Problem, zumal, das versuchen die Autoren der Texte zuweilen etwas umständlich zu kaschieren, die Gründe für eine Ablehnung von fossilen Energieträgern, der Gentechnik in der Landwirtschaft und industriellen Argrarmethoden gar nicht so weit voneinander entfernt sind.
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