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23.10.2012, Kommentieren
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Der illegale Handel mit pulverisiertem Nashorn boomt. Vor allem in China, Taiwan, Japan, Südkorea und Vietnam wird das Horn in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt – als Heilmittel bei Malaria, Vergiftungen und Abszessen. Inzwischen erzielt die Hornsubstanz, die chemisch aus demselben Material besteht wie unsere Fingernägel, Preise, die deutlich über dem Goldwert liegen. Kein Wunder, floriert der Schwarzmarkt. In Südafrika hat sich inzwischen sogar eine eigene Horn-Mafia des Handels angenommen.
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23.10.2012, Kommentieren
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Autorenbeitrag von Michael Breu
Schwaden winziger Plastikpartikel gefährden Meeresorganismen
Plastiksäcke, PET-Flaschen, ausgelatschte Flip-Flops: Plastikmüll am Strand ist ärgerlich. Doch das Problem ist lösbar; mit riesigen Maschinen werden die Badestrände in den Morgenstunden vom Wohlstandsmüll befreit. Anders, wenn der Plastik einmal im Meer ist. Über Jahrzehnte dümpeln dann die ausrangierten Kinderschaufeln, Mülleimer und Zahnbürsten rund um den Globus. Immerhin: 6,4 Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr in die Ozeane gespült.
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23.10.2012, Kommentieren
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Der Optimist Matt Ridley über Umweltkatastrophen, religiösen Fundamentalismus und die Finanzkrise
Eine leuchtende Glühbirne ziert Matt Ridleys Visitenkarte, darunter steht die Losung: «Wage es, ein Optimist zu sein!» Ende 2011 ist die deutsche Version seines Bestseller «The Rational Optimist: How Prosperity Evolves» bei der DVA herausgekommen: «Wenn Ideen Sex haben. Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird».
Und schon wieder sorgt der studierte Zoologe mit einem Essay für Furore, das im Magazin «Wired» erschienen ist: «Apocalypse Not». Dabei hat die Uno Ende Oktober 2011 die Geburt des siebenmilliardsten Menschen vermeldet und mitgeteilt, dass in den Entwicklungsländern alle fünf Tage eine neue Stadt mit einer Million Einwohner entsteht. Und im Juni 2012 maßen die Klimaforscher des Earth System Research Lab in der Luft über der Arktis erstmals 400 ppm Kohlendioxid, einen bislang unerreichten Wert.
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8.10.2012, Kommentieren
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Die Stadt der Zukunft soll sich selbst mit Nahrung versorgen
In Zukunft sollen Salatköpfe, Radieschen, Tomaten, Reispflanzen und sogar Erdbeeren hinter den Fenstern von Wolkenkratzern gedeihen. Davon ist Dickson D. Despommier überzeugt. Noch existiert das futuristische Projekt erst in den Skizzenbüchern der Architekten, doch immer mehr Stadtplaner sind von den visionären Agrartürmen, Vertical Farming genannt, überzeugt.
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5.10.2012, Kommentare (1)
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Immer wieder sieht man sich mit der Frage konfrontiert, ob nicht die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energieträger zwingend notwendig sei. Darauf gibt es eine knappe Antwort: Nein, es gibt keinen vernünftigen Grund für eine Subventionierung erneuerbarer Energieträger, weder aus energiepolitischer und umweltpolitischer noch aus forschungspolitischer Perspektive.
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24.09.2012, Kommentare (1)
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Derzeit wirbt die Bahn bei Schülern für eine Bewerbung um eine CO2-freie Klassenfahrt mit dem Zug, wobei diejenige Schulklasse nach Berlin fahren darf, die mit der besten Umweltschutzidee ins Rennen geht. Man kann den Schülern nur viel Glück und Kreativität wünschen, aber vor allem mehr Durchblick als den Machern dieser Marketingkampagne, in der sich die Bahn für CO2-frei erklärt und "CO2 ist uncool"-Buttons an die Schüler verteilt. Denn weder ist die Bahn CO2-frei noch ist CO2 uncool.
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22.09.2012, Kommentieren
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„Es war einmal eine Stadt im Herzen Amerikas, in der alle Geschöpfe in Harmonie mit ihrer Umwelt zu leben schienen. (...) Dann tauchte überall in der Gegend eine seltsam schleichende Seuche auf. (...) Es herrschte eine ungewöhnliche Stille. Wohin waren die Vögel verschwunden? (...) Es war ein Frühling ohne Stimmen. (...) Kein böser Zauber, kein feindlicher Überfall hatte in dieser verwüsteten Welt die Wiedergeburt neuen Lebens im Keim erstickt. Das hat der Mensch selbst getan.“ Rachel Carson, "The Silent Spring", 1962
Rachel Carsons Buch „Silent Spring“ wird fünfzig Jahre alt – Kritik am Werk ist nicht ganz unberechtigt
Es ist ein Buch, das die Welt verändert hat: „Silent Spring“, „Der stumme Frühling“, von Rachel Carson.
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17.09.2012, Kommentieren
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Der Schweizerische Nationalpark wird bald hundert Jahre alt – Zeit für eine Bilanz
Wie so oft beginnt die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes fernab vom eigentlichen Handlungsort – in der Stadt. Irgendwann zu Beginn des letzten Jahrhunderts träumt der Basler Naturforscher Paul Sarasin den Traum von der perfekten Welt. Auch der in Zürich lebende gebürtige Esslinger Carl Schröter träumt den gleichen Traum. Und weil sich im Herbst 1906 die Mitglieder der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG) zur Jahrestagung treffen sollen, schreiten die beiden Herren zur Tat.
Ihre Idee: Nach dem Vorbild des amerikanischen Yellowstone National Park soll auch in unserem Land ein Schweizerischer Nationalpark entstehen – allerdings mit Schutzzonen zur Bewahrung der Schöpfung und nicht als touristisches Erholungsgebiet wie in den USA. Und Schröter, Begründer der ökologischen Geobotanik (sein botanisches Autorenkürzel lautet «Schröt.») und Professor an der ETH Zürich, hat auch schon eine Idee, wo dieser Park umgesetzt werden soll: im Unterengadiner Scharl-Tal.
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29.08.2012, Kommentieren
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Lebens- und Futtermittel enthalten mehrheitlich keine Produkte aus der Gentechnologie
Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist weltweit auf dem Vormarsch. Inzwischen wird auf einer Fläche von 160 Millionen Hektar grüne Gentechnologie betrieben. Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gemäss der Internationalen Agro-Biotech-Agentur Isaaa stammen global 73 Prozent der Soja-, 74 Prozent der Baumwoll-, 31 Prozent der Mais- und 25 Prozent der Rapsernte von gentechnisch veränderten Pflanzen. Deshalb überrascht, dass es der Schweiz seit 2008 gelingt, auf dem Weltmarkt Futtermittel ohne gentechnisch veränderte Bestandteile einzukaufen und einzuführen. Das zeigt die Statistik des Bundesamtes für Landwirtschaft.
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29.08.2012, Kommentieren
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28.08.2012, Kommentieren
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Autorenbeitrag von Michael Breu, Bern
«Risiken gering, Potenzial nicht genutzt» – wie das NFP 59 die grüne Gentechnologie sieht
Das Nationale Forschungsprogramm Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen (NFP 59) hat keine Gesundheits- oder Umweltrisiken festgestellt. Der wirtschaftliche Nutzen der grünen Gentechnologie sei für die Schweizer Landwirtschaft unter den heutigen Bedingungen jedoch bescheiden. Das erklärten gestern Dirk Dobbelaere, Präsident der NFP-59-Leitungsgruppe und Professor für molekulare Pathologie an der Universität Bern, sowie Thomas Bernauer, Delegierter des Nationalen Forschungsrates und Professor am Zentrum für vergleichende und internationale Studien der ETH Zürich, bei der Präsentation des Schlussberichts in Bern.
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22.08.2012, Kommentieren
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Autorenbeitrag von Michael Breu, Zürich
Das Nationale Forschungsprogramm 59 hat gentechnisch veränderten Weizen intensiv unter die Lupe genommen
Der Weizen ist nach der Gerste das zweitälteste Produkt der Getreidezucht. Die ältesten Funde stammen aus der Zeit zwischen 7800 und 5200 Jahren vor unserer Zeitrechnung und stammen aus Nordafrika. Der heutige Weizen geht aus der Kreuzung mehrerer Getreide- und Wildgrasarten hervor; die ersten angebauten Weizenarten waren Einkorn und Emmer. Biologisch gehört der Weizen zur Familie der Süssgräser der Gattung Triticum. Neben Mais und Reis ist Weizen heute das am dritthäufigsten angebaute Getreide der Welt; global werden 670 Millionen Tonnen produziert; China, Indien und die USA sind die Hauptproduzenten. Die Schweiz nimmt mit einer Produktionsmenge von 520 000 Tonnen (Stand 2011) Weizen eine unbedeutende Rolle ein. Dennoch ist der Weizenanbau für die Schweizer Landwirtschaft von grosser Bedeutung. Bereits seit den 1850er-Jahren versucht die landwirtschaftliche Forschung, den Ertrag zu steigern. Die speziell auf die Schweiz zugeschnittenen Linien «Mont-Calme XXII», «Plantahof», «Rothenbrunner» und «Strickhof» sind Produkte aus diesen Bestrebungen, wie Dario Fossati von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Pflanzenbau in Changins in einer Übersichtsarbeit im Fachblatt «Agrarforschung» festhält.
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