Nord-Stream-Pipeline geht in Betrieb PDF Drucken E-Mail
9.11.2011

Die Nord-Stream-Pipeline liefert seit dem 8. November 2011 Gas von Russland nach Deutschland und schließt damit an das europäische Energienetz an. Die Nord Stream AG hat in ihre wirtschaftliche Kalkulation umweltpolitische Maßnahmen integriert.

 

Das Handelsblatt geht auf den Aufwand, die ökologischen Folgen des Baus gering zu halten, ein: Um Klagen von BUND und WWF abzuwenden, vereinbarte das Unternehmen mit den Umweltorganisationen, zehn Millionen Euro für die Gründung einer Naturschutzstiftung bereitzustellen. Darüber hinaus gab die Nord Stream AG nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro dafür aus, um mögliche Umweltauswirkungen zu untersuchen.

 

Alexander Medwedew, stellvertretender Vorstandschef von Gazprom, kommentiert in der Financial Times Deutschland die Pipeline: "Nord Stream wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Versorgungssicherheit für Verbraucher und die Abnahmesicherheit zu erhöhen. Laut Experten wird Europa im Jahr 2030 zusätzliche 130 Milliarden Kubikmeter Gas importieren. Nord Stream wird einen erheblichen Teil dazu beitragen. Durch ein langfristiges wirtschaftliches Engagement und das Bereitstellen einer sicheren und zuverlässigen Transitroute wird die Pipeline jedes Jahr bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Gas an europäische Verbraucher liefern und somit die Region dabei unterstützen, die dort zur Neige gehenden Erdgasvorkommen auszugleichen."

 

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