Handelsblatt: Solarenergie wird unbezahlbar PDF Drucken E-Mail
23.06.2010
Leserbeitrag von Christian Wagner


Die staatliche Förderung des Solarstroms bringt für große Stromverbraucher in der Industrie und für Privatkunden in Kürze deutliche Preiserhöhungen. Das schreibt der Energiepolitik-Experte Klaus Stratmann im „Handelsblatt“.  Laut den Schätzungen der Verbraucherzentralen dürften die Strompreise allein im kommenden Jahr durch die Ökostrom-Förderung um zehn Prozent steigen.  Der größte Kostentreiber sind dabei die Photovoltaikanlagen.

Für jede Anlage garantiert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Einspeisevergütung, die derzeit um den Faktor sechs über dem Preis für konventionell erzeugten Kraftwerksstrom liegt.  Das macht den Bau solcher Anlagen attraktiv, weshalb ihre Zahl beständig wächst.  Die dabei entstehenden Mehrkosten werden über den Strompreis auf die Verbraucher umgelegt.  Daher hat jetzt selbst der ehemalige Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien, Johannes Lackmann, in einem offenen Brief vor einer ausufernden Subventionierung der Solarbranche gewarnt.  Die Unternehmen stellten sich faktisch auf eine Stufe mit Altindustrien, die sich fehlende Marktanpassungen mit Subventionen bezahlen ließen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit dem Ökostrom gefördert wird, dürfe nicht als Ruhekissen missbraucht werden, so Lackmann.

 

zum Artikel im Handelsblatt

 

 

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Kommentare  

 
# Bibliothekar 2010-06-23 21:48
Zitat:
"Führende deutsche Solarunternehmen geben weniger als zwei Prozent des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus.


Damit schaufeln sich die staatsgeförderten Solar-Unternehmen ohnehin in wenigen Jahren ihr eigenes Grab. Das viele Geld würde dann leider auch sinnlos verpulvert sein. Denn geplant war ja, deutsche Solarprodukte massenhaft in alle Welt zu verteilen und nicht die eigenen Dächer mit billigen chinesischen Produkten zu schmücken. Wenn aber, auf Grund mangelnder Forschung, gerade die Produktionsmethoden "veralten" hinkt man schnell auf dem Weltmarkt hinterher.
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