Staunen über die globalen Temperaturdaten 2011 - Anmerkungen zu einer seltsamen Wissenschaft PDF Drucken E-Mail
1.02.2012
Leserbeitrag von Zettel

 

Seit mehr als zehn Jahren steigt die globale Temperatur nicht mehr, während die CO2-Konzentration in der Atmosphäre Jahr für Jahr zunimmt.

 

Jetzt kann man sich bei der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), einer Behörde der US-Regierung, die Daten einschließlich des kompletten Jahres 2011 ansehen. Es gibt dort (auf der Startseite etwas nach unten scrollen) eine Tabelle, in der die Temperaturabweichungen vom langjährigen Mittel für die Jahre 2001 bis 2011 tabellarisch aufgelistet sind.


Mit einer Abweichung von + 0,51° Celsius war 2011 das zweitkälteste Jahr dieser Zeitspanne! Nur 2008 war es noch minimal (um 0,01 Grad) kälter. Ein Anstieg ist von 2001 bis 2011 nicht einmal in der Tendenz zu erkennen.

 

Ich habe mir diese Daten einmal genauer angesehen.

 

Man ermittelt den Anstieg oder Abfall einer Messreihe, indem man eine lineare Regression berechnet. Hat sie ein positives Vorzeichen, dann bedeutet das einen Anstieg; ein Minus bedeutet einen Abfall.


Für die von der NOAA publizierten Werte von 2001 bis 2011 ergibt sich für die Steigung der Regressionsgeraden der Wert -0.236. Die Temperaturen sind also in diesem Zeitraum gesunken. (Nichtsignifikant bedeutet, daß dieses Absinken auch zufällig sein kann; in Wahrheit also die Temperaturen zwischen 2001 und 2011 unverändert waren. Jedenfalls gibt es nicht die Spur eines Hinweises auf einen Anstieg).


Es wäre vermutlich interessant, das eine oder andere von den Gesprächen der Klimaforscher zu erfahren, wenn sie nach einem Konferenztag bei Bier und Whiskey zusammensitzen und informell diskutieren.


Es liegt ja auf der Hand, dass diese Daten die Theorie von der menschengemachten globalen Erwärmung (anthropogenic climate change; ACC) zunehmend in Schwierigkeiten bringen.


Wenn so etwas einer bislang dominierenden Theorie passiert, dann herrscht in jeder Wissenschaft Unruhe, ja Aufgeregtheit. Man überlegt, ob man die abweichenden Daten mit der Theorie noch zur Deckung bringen kann; auch, ob diese Daten überhaupt wirklich vertrauenswürdig sind. Man geht natürlich auch alternative Theorien durch; vielleicht war die herrschende Theorie ja schlicht falsch, und eine andere wird besser mit den neuen Daten fertig.


Üblicherweise erfährt auch die Öffentlichkeit von solchen Diskussionen; ein aktuelles Beispiel sind die für die Relativitätstheorie möglicherweise problematischen Ergebnisse des CNGS-Forschungsprojekts, wonach Neutrinos sich anscheinend schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen können (siehe Neutrinos, schneller als das Licht. Ist Einstein jetzt überholt? Zum Umgang mit wissenschaftlichen Anomalien; ZR vom 25. 9. 2011).

 

Dass die Herausforderung der ACC-Theorie durch die Messdaten seit der Jahrtausendwende so gut wie nicht in die Öffentlichkeit gelangt, ist schon bemerkenswert. Das mindeste, was man sagen kann, ist, dass das nicht unbedingt wissenschaftlichen Gepflogenheiten entspricht.


Sie ist schon eine seltsame Wissenschaft, die Klimaforschung.

 

Lesen Sie hier einen Nachtrag zu diesem Beitrag.

 

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