Bundesamt für Verbraucherschutz weist Warnungen von Greenpeace zurück: Deutsche Johannisbeeren nicht zu stark mit Pestiziden belastet PDF Drucken E-Mail
Eingestellt von: ökowatch   
29.07.2010

Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat Warnungen der Umweltorganisation Greenpeace vor mit Pestiziden belasteten Johannisbeeren als unbegründet zurückgewiesen.  Wie das Magazin Focus berichtet, gingen laut einer Erklärung des Amtes von Johannisbeeren keine gesundheitlichen Gefahren aus.  Greenpeace habe keine Überschreitungen gesetzlicher Höchstgehalte an Pestiziden gefunden.  Die dreizehn untersuchten Proben der Beeren seien daher lebensmittelrechtlich nicht zu beanstanden.

 
Die Aussage von Greenpeace, in Johannisbeeren seien auch die illegalen Pestizide Dodin und Difenoconazol nachgewiesen worden, bezeichnete das Bundesamt für Verbraucherschutz als „fraglich“.  Dodin und Difenoconazol seien zwar nicht für Johannisbeeren, aber für den Obstbau zugelassen.  Da die in den Beeren gemessenen Konzentrationen dieser Wirkstoffe äußerst gering seien, könnten sie auch aus einer benachbarten Obstkultur auf die Johannisbeeren abgedriftet seien.  

Trotz der Kritik des Bundesamtes erklärte Greenpeace, man halte an den Testergebnissen und Bewertungen fest.  Das Bundesamt für Verbraucherschutz habe bestätigt, dass mit Dodin und Difenoconazol zwei illegale Pestizide in Johannisbeeren gefunden worden seien.

 

Quelle: www.focus.de

 

Kommentare  

 
# Bibliothekar 2010-07-30 05:43
Seit Jahren wird von Greenpeace dieses Problem medial aufgebauscht und eigennützig vermarktet. Vermutlich besteht gar ein Zusammenhang zwischen offiziellen Studien und Quellen und der darauf erfolgenden Reaktion seitens Greenpeace.
Das die Probleme im Obstanbau nicht unbekannt sind, kann man hier gut nachlesen. Auch über die vermutlichen Ursachen der Einträge von für Johannisbeeren nicht zugelassenen Mitteln erfährt man Einiges. Übrigens ist Dodin als Fungizid im Obstanbau (Kern- und Steinobst) noch bis 2017 zugelassen und somit nicht illegal.

http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1188450/index.html
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