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25.01.2012, Comments (1)
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Man kann der Heinrich-Böll-Stiftung das Verdienst nicht hoch genug anrechnen, mit dem Sammelband "Braune Ökologen" auf die rechts-nationalistische Unterwanderung der Umweltbewegung aufmerksam zu machen. In mehreren Beiträgen erfährt man hier Bekanntes, aber auch Neues über die "braunen" Wurzeln der Umweltbewegung, die romantische Verklärung der Einheit von Mensch und Natur und den daraus abgeleiteten Fortschrittspessimismus.
Für die heutige Umweltbewegung ist die inhaltliche Nähe rechter Ideologen zu den Kerninhalten ihres ökologischen Weltbildes verständlicherweise ein Problem, zumal, das versuchen die Autoren der Texte zuweilen etwas umständlich zu kaschieren, die Gründe für eine Ablehnung von fossilen Energieträgern, der Gentechnik in der Landwirtschaft und industriellen Argrarmethoden gar nicht so weit voneinander entfernt sind.
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23.01.2012, Comments (1)
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Im Wegweiser Mobilität des ADAC wurde ein erhellender Beitrag von Claus Christoph Eicher zu den Umweltzonen veröffentlicht: "Seit vier Jahren gibt es bei uns Umweltzonen. Gebracht haben sie nichts – außer viel Ärger beim Bürger und Wertvernichtung beim Auto."
Im Artikel wird Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, zitiert: "Längst gibt es große Zweifel an der Wirksamkeit von Umweltzonen. Ein klarer Rückgang von Luftschadstoffen konnte noch in keiner Stadt nachgewiesen werden. Deutlich zugenommen habe dagegen die „wuchernde Bürokratie."
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23.01.2012, Add comment
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Geht es um die vermeintlich katastrophalen Folgen des anthropogenen Klimawandels, dann werden in aller Regel die ärmsten Länder in den Vordergrund gerückt. Tatsächlich wird der Zusammenhang von Armut und Klimawandel von Institutionen wie dem Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) immer wieder als Rechtfertigung für einschneidende Klimaschutzmaßnahmen im Sinne einer Reduzierung von Treibhausgasemissionen herangezogen. Doch bei näherer Betrachtung dieser Empfehlungen und deren wissenschaftlicher Herleitung zeigen sich eine Reihe logischer Widersprüche, die, ohne die üblichen Studien zur Bewertung der Klimafolgen in ihrer Gänze in Zweifel zu ziehen, genau das Gegenteil dieser Schlussfolgerungen nahe legen. Indur Goklanys verdienstvollen Arbeiten zu diesem Thema ist es zu danken, dass die Probleme der IPCC-Gutachten und anderer Studien zur Abschätzung der Folgen des Klimawandels inzwischen auf der Hand liegen.
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20.01.2012, Add comment
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Wolfram Weimer schreibt in einer Rezension beim ADAC über das Buch "Deutschland schafft das Auto ab":
"Sie beschreiben, wie unsere Städte immer autofeindlicher werden und wie wir Autofahrer 54 Milliarden Euro an Kfz-, Mineralöl- und Ökosteuer zahlen müssen – aber nur 14 Milliarden für den Straßenerhalt zurückbekommen. Die Parkgebühren steigen dramatisch, die Zahl der Strafzettel auch. Und die wuchernden Öko-Zonen runden den Belastungswahn ab, Wegener spricht von „kalter Enteignung“ (siehe Seite 70).
Sie bringen Licht ins Abzock-Dunkel aus versteckten Abgaben, Blitzgeräten, Steuern und Öko-Vignetten. Es wird klar, dass der Staat inzwischen eine Inkassoindustrie, eine wahre Wachstumsbranche, aufgebaut hat, die uns alle zu Zwangskunden macht. Tausendschaften von Polizisten sind nur damit beschäftigt, uns – wie entwürdigend – hinter Bäumen und Sträuchern an besonders gemeinen Stellen aus getarnten Autos Euros abzujagen. Als hätte Voltaire das Ordnungsamt (gibt es übrigens auch nur in Deutschland) gekannt. „Oft sprießt ein frommes Recht aus schnödem Raub.“
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18.01.2012, Add comment
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Ökowatch begrüßt herzlich Michael Breu als neuen Autor, der seinen Einstand bei Ökowatch mit dem Artikel "Sparlampen erfüllen die Erwartungen nicht" gegeben hat. In Kürze erscheinen weitere Artikel von Michael Breu.
Michael Breu ist Journalist. Er arbeitete als Reporter für das St.Galler Tagblatt, war Chefredakteur des Fachmagazins Laborscope, Wissenschaftsredakteur der Webzeitung ETH Life sowie Produzent und Redakteur der täglichen Wissenschaftssendung nano von 3sat. Seit 2011 ist er Wissenschaftsredakteur der Basler Zeitung.
Zu den Artikeln von Michael Breu |
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16.01.2012, Add comment
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Mehrere Zeitungen berichten heute, dass Philipp Rösler (FDP) auf eine Reform der Förderung von Erneuerbaren Energien drängt. Die Zeit schreibt: „De facto stellt Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) gleich ein paar Grundprinzipien des EEG in Frage, den Einspeisevorrang für Ökostrom und die Vergütung je Kilowattstunde Ökostrom. Der grüne Strom hat nämlich Vorfahrt im Netz und wird lukrativ vergütet – und das bringt das System so langsam durcheinander. Rösler hätte den Vorrang wohl am liebsten abgeschafft bzw. durch ein marktnäheres System ersetzt."
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16.01.2012, Add comment
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Die Tage der Glühlampe sind gezählt. Noch in diesem Jahr sollen die letzten Birnen aus den Verkaufsregalen verschwinden. Ab September 2012 gehört die 1878 von Thomas Edison erfundene Glühbirne definitiv zur Geschichte. Vorgeschrieben ist dies in der vor drei Jahren revidierten Energieverordnung, mit der automatisch die Vorschriften der EU übernommen wurden.
Im Schweizer Parlament gab das Verbot erstaunlich wenig zu reden. Noch 2008 lehnte es eine Initiative von Jacques Neirynck (CVP, VD) ab, die das rasche und konsequente Aus für die Glühbirne forderte. Bereits zwei Jahre später stimmte das Parlament dem Bundesrat zu und verlangte ein Verbot der «ineffizienten Glühbirnen» in Etappen. Kritische Stimmen verstummten. Einzig die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann erkundigte sich in einer Interpellation nach «möglichen Gefahren für die Bevölkerung».
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16.01.2012, Add comment
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Scharlatane haben sich zu allen Zeiten hinter Wort-Ungetümen versteckt. Das soll den normalen Menschenverstand auf Distanz halten. Ein aktuelles Beispiel liefert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) mit seinem Bericht "Welt im Wandel". Es handelt sich laut Autoren um einen "Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation", die wir uns als Ende des "fossilen industriellen Metabolismus" und als "Übergang zur Nachhaltigkeit" vorzustellen haben. Die neue "Weltgesellschaft" soll mit deutschem Know-how verwirklicht werden, und zwar durch "tief greifende Änderungen von Infrastrukturen, Produktionsprozessen, Regulierungssystemen und Lebensstilen". Der Gremiumsvorsitzende Hans Joachim Schellnhuber schlägt deshalb Volksentscheide mit Teilnahmepflicht oder Ombudsleute für die Rechte künftiger Generationen vor. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnet Nachhaltigkeit als Leitprinzip der Bundesregierung und fordert die Deutschen auf, "über alle Lebensbereiche hinweg den Nachhaltigkeitsgedanken zu verinnerlichen".
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13.01.2012, Add comment
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NovoArgumente hat eine deutsche Übersetzung eines Artikels von Rob Lyon über den Weltklimarat veröffentlicht, der auf einem Gespräch mit Donna Laframboise beruht (siehe auch das Interview von Ökowatch mit Donna Lafromboise):
"Bevor sie tiefer in die Materie einstieg, so Laframboise, habe sie wie die meisten Menschen angenommen, dass das IPCC „verlässlich, vertrauenswürdig und professionell“ sei. Sie fügt hinzu: „Je mehr ich über das IPCC forschte, umso mehr kam es mir wie ein Kind vor, das man gehätschelt hat, dem man zwar Regeln gab, denen es folgen sollte, das aber keinerlei Konsequenzen zu erwarten hatte, wenn es sie nicht befolgt. Und nun ist es erwachsen und hat sich zu einem Problem entwickelt, kollektiv, für uns alle.“
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12.01.2012, Comments (1)
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Leserbeitrag von Albert Wiedemann
Die gesamte Energiewendediskussion wird weitgehend an den Fakten vorbei geführt - Fakten und Wissen sind offenbar nicht relevant. Wenn Cem Özdemir in einem Interview mehrfach Watt nicht von Byte unterscheiden kann, zeigt das, wie wenig Sachverstand offenbar auch in der Politik eine Rolle spielt.
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